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24.10.2021

Die neue Datierung von Nemrut Dagi

Was ist Nemrut Dagi

In der Türkei befindet sich auf einer Erhebung von 2150 m ein künstlich aufgeschütteter Hügel, ca. 50 m hoch, mit Resten einer Kombination aus Heiligtum und Grabstätte. Diese soll 69–36 v. Chr. errichtet worden sein. Auf der westlichen und östlichen Terrasse, am Fuße des Hügels sieht man auf zwei gegenüberliegenden Seiten Götterstatuen und verschiedene Reliefs, zumindest die Reste davon. Tatsache ist, dass diese nicht nach Westen und Osten ausgerichtet sind, obwohl es immer wieder so beschrieben wird. Die Blickrichtung der Figuren auf der Westseite hat ein Azimut von 248°, also 22° weniger als der kardinale Westen. Ebenso hat die Blickrichtung der Figuren auf der Ostseite ein Azimut von 68°, also ebenfalls 22° weniger als der kardinale Osten. Außer den Figuren fand man auch ein besonderes Relief, das sogenannte Löwenhoroskop. Auf diesem sind Sterne, die Planeten Mars, Merkur und Jupiter und eine Mondsichel auf einem Löwen dargestellt. Nach einer Broschüre von Mustafa Coban, die man vor Ort kaufen kann, wird behauptet: "Das Relief gibt die Planetenkonstellation am 7. Juli 62 vor Chr. wieder, ... , d. h. den Monat des Tierkreiszeichen Löwe." Dennoch, der Zeitpunkt und welches damit zusammenhängende Ereignis mit diesem Horoskop präsentiert werden sollte, ist umstritten. Viele Astronomen und astronomisch Interessierte beschäftigten sich mit diesem Horoskop. Es sind zu nennen: Humann, Puchstein, Tietjen, Lehmann, Dörner, Neugebauer, van Hoesen, Goell, Dörrie, Crijns, Heinrich, Heilen. Als wahrscheinlichste Datierung wurden angenommen: 62 v. Chr., 69–36 v. Chr. 97 v. Chr., 98 v. Chr., 109 v. Chr. Soweit die offizielle Lesart der Wissenschaft. 

© Harald Lanta: Ostseite


© Harald Lanta: Westseite


Welche nicht bedachten Tatsachen weist Nemrut Dagi auf

Die erste bisher nicht bedachte Tatsache

ist, dass die verdrehte West-Ost-Ausrichtung der „Götter“ von der Mitte des Hügels aus ebenfalls eine verdrehte Nordrichtung ergibt, das Azimut von 338°. Dieses weist nach Mittelgrönland. Das sind gleich wohl wieder 22° weniger als der kardinale Norden. Es ist weit und breit kein Grund zu finden, warum die Planer von Nemrut Dagi ihre Anlage 22° verdreht errichteten außer, dass sich damals der Nordpol in Mittelgrönland befunden hat (siehe auch: https://krustenverschiebung.blogspot.com/2018/11/pressemitteilung-zum-buch-gronlandnorden.html). 
Daraus ergibt sich zwangsweise, dass Nemrut Dagi vor dieser Polverschiebung errichtet worden sein muss und nicht irgendwann 62–109 v. Chr. Abgesehen davon, dass die „Götter“ von Nemrut Dagi mit verschiedensten Personen aus der „festgelegten“ Zeit in Verbindung gebracht werden, stellen sie wahrscheinlich Persönlichkeiten aus der früheren Hochzivilisation dar. 

Die zweite bisher nicht bedachte Tatsache

Bei einem Bauwerk und Horoskop, welches für die Ewigkeit, mindestens aber für Jahrzehnte gebaut wurde, entbehrt es jeder Logik, dass  dessen Horoskop als Basis ein Tierkreiszeichen für einen bestimmten Monat haben sollte. Vielmehr muss man annehmen, dass es um ein Tierkreiszeichen für eine bestimmtes Zeitalter des platonischen Jahres geht. 


Die dritte bisher nicht bedachte Tatsache

Die Behauptung, dass das Relief die Planetenkonstellation am 7. Juli 62 vor Chr. wiedergäbe, stimmt einfach nichtAlle Deutungsversuche sind von einer Zielzeit +/- v. Chr./n. Chr. geprägt, obwohl auf dem Relief eine Sternenkonstellation dargestellt ist, bei der sowohl der Mond als auch die Planeten Mars, Merkur und Jupiter im Zeitalter (nicht Monat) des Löwen stehen. 

Unbekannter Fotograf - [1] aus Carl Humann, Otto Puchstein: Reisen in Kleinasien und
 Nordsyrien, 1890, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26308842

Da es bei einem Zeitalter um die Zeit des Frühlingspunktes im Tierkreis geht. kann die oben genannte Datierung in Verbindung mit einem Löwen nicht der Zeitraum um die Geburt Christi herum sein, sondern das Horoskop müsste den Widder zeigen. Das Relief zeigt aber eindeutig einen Löwen. Wenn man die präzessionsbedingte Wanderung der Tierkreisbilder zurückverfolgt, dann kommt man zum Tierkreiszeichen Löwe um 9.500 Jahre vor Chr. Vergleicht man nun das Horoskop von Nemrut Dagi mit dem überlieferten Text des arabischen Gelehrten Al-Makritzi
(siehe auch: https://krustenverschiebung.blogspot.com/search/label/Al-Makrizi): Das wird geschehen beim Eintritt des Herzens des Löwen in die erste Minute des Hauptes des Krebses. Die Sterne werden, wenn es dort eintritt, an folgenden Punkten des Himmels stehen: Die Sonne und der Mond in der ersten Minute des Hauptes des Widders, Saturn auf 1° 28‘ im Widder, Jupiter in den Fischen auf 29° 28‘, Mars in den Fischen auf 29° 3', Venus in den Fischen auf 28° und einigen Minuten, Merkur in den Fischen auf 27° und einigen Minuten …, so findet man, dass es sich um ein und dasselbe Ereignis handelt.
Tatsächlich bestand diese besondere Konstellation der Planeten auch nach dem Löwenhoroskop von Nemrut Dagi, allerdings am 13. Januar 9402 v. Chr., wie die Himmelsoftware „stellarium“ zeigt, wenn man den Mond als Sichel annimmt (siehe Bild des Löwen). Der Unterschied zwischen dem Horoskop von Nemrut Dagi und dem Datum nach der Überlieferung von Al-Makritzi (20. Januar 9402) kann aus den verschiedene Standorten und/oder aus Berechnungsfehlern der damaligen Gelehrten resultieren. Aber was sind sieben Tage Differenz im Vergleich zu 10.000 Jahren. 

© stellarium 0.18.1, Screenshot: Konstellation am 13.01.9402 v. Chr.

Schlussfolgerung

Damit steht fest, dass Nemrut Dagi nach dem Grönlandnorden ausgerichtet und bereits 9402 Jahre vor Chr. oder noch früher erbaut wurde und nicht erst 69–36 Jahre vor Chr., zumindest wird das Datum13.01.9402 v. Chr. vom Horoskop angezeigt.

30.04.2021

Die Besonderheiten von Pisac (P’isaq) in Peru

1.   Allgemeine Informationen über die archäologische Zone von Pisac

Pisac  (in Ketschua P’isaq) befindet sich 35 Kilometer nord-östlich von Cusco und ist eine der größten Stätten aus der Inka-Zeit mit vielen Spuren aus noch älterer Zeit. Das Areal ist fünfmal größer als Machu Picchu und ebenfalls ein unter Schutz gestellter archäologischer Park. Dieser besteht aus mehreren Gruppen archäologischer Überreste, darunter Plattformen, Aquädukte, Mauern, Portale. Verbindungswege, Wasserkanäle, Gräber und Brücken. Nach meinem Besuch im Jahre 2012 habe ich eine Einteilung In folgende Hauptgruppen vorgenommen:

1. das Eingangsbauwerk Ost;                    5. der Tempelbezirk;
2. der Papageienpass;                               6. die Siedlung Pisaqa;
3. die obere Stadt;                                      7. der Mirador und 
4. der Friedhof;                                           8. die Anden                     
                                                                      

© Carl Niemann: Archäologische Zone Pisac



Es gibt keine genauen Daten über die erste Besiedlung, aber man kann architektonische Beeinflussungen durch die Tiahuanakus, Waris und andere Völkern erkennen. Vermutlich begann die Besiedlung bereits vor der Inka-Zeit. Diese Hauptstadt soll hauptsächlich auf den Fundamenten früherer Bauten von den Inka errichtet worden sein. Allerdings zerstörten die Spanier die Stadt und ließen sie aber später wieder aufbauen. Insofern kann aus den heute vorhandenen Ruinen nur bedingt die ursprüngliche Bebauung ersehen werden. Fest steht aber, dass die verschiedensten Baustile aus bemeiselten Felsen, behauenen Steinen und Werksteinen mehrere Epochen der Bebauung zeigen. So kann angenommen werden, dass die teilweise umbauten, aber auch solo vorhandenen, behauenen Felsen lange vor den Inka existierten.


   

© Carl Niemann: behauene Felsen



2. Informationen über die Hauptgruppen

2.1 Die  Eingangsbauten

Der Zugang zur Gesamtanlage konnte aus Richtung Osten über den Eingang Ost

© Carl Niemann: Eingang Ost


oder aus Richtung Westen über den Papageien-Pass (in Ketschua: Q'allaq'asa) erfolgen.

© Carl Niemann: Papageien-Pass



Am Papageien-Pass trafen sich die Verbindungsstraße zum Eingang Ost, die Straße zur Oberen Stadt, die Straße zum Tempelbezirk, die Straßen zur Siedlung Pisaqa und zum Mirador, die Straße zu den Gräbern sowie die Wege zu den Stufenfeldern. Unmittelbar an dieser Kreuzung befinden sich auf deren Nord-und Südseite die Reste von Bauwerken, die möglicherweise zur Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs sowie zum Schutz gedient haben könnten. Dem gleiche Zweck werden auch die Bauwerke am Eingang Ost gedient haben.


2.2 Die obere Stadt

Die obere Stadt besteht im Wesentlichen aus Wohngebäuden, die zum Teil aus einem massiven Erdgeschoss mit einem Obergeschoss aus Adobe Bestanden. Zum Schutz diente eine Umfassungsmauer. 

                  

© Carl Niemann: Obere Stadt



2.3 Der Friedhof

Dieser Friedhof gilt als einer der ältesten und größten Friedhöfe der Inka. Tausende Grabhöhlen befinden sich in einer Bergwand, in denen Menschen in embryonaler Haltung begraben liegen. Sie wurden mit Gebrauchsgegenständen aus Silber und Gold beerdigt. Aber bereits die Spanier raubten diese Gräber aus. Außer den Gräbern befinden sich mehrere runde Fundamente am Friedhof, deren ursprüngliche Gestalt und Bedeutung nicht bekannt sind.

         

© TRAVELSICHT: Der Friedhof

        

2.4 Der Tempelbezirk

Der Tempelbezirk ist wohl der rätselhafteste Teil von Pisac. Er besteht aus Mauerresten der Tempel, Priesterpaläste und Mausoleen in verschiedenen Baustilen. Tonnenschweren Blöcke sind mörtellos aufeinandergesetzt. Trapezförmige Durchgänge, auf denen wiederum schwere Abdecksteine liegen, unterbrechen die Mauern. In der Mitte des Tempelbereichs befindet sich der Sonnentempel. Dieser besteht im Wesentlichen aus einem gewachsenen Felsen, der so bearbeitet ist, dass er eine Plattform bildet mit einem ungefähr 30 cm hohen Kegel und eine Umbauung aus Werksteinen im Inka-Baustil. Außer diesem Felsen findet man weitere rätselhaft bearbeitete Felsen. Außerdem gibt es einen Wasserspender, der über einen Kanal von 1 Km Länge aus dem Rio Kitamayo gespeist wird.


© Carl Niemann: Der Tempelbezirk



 

© Carl Niemann: Mauern um behauene Felsen


                 

 2.5  Pisaqa

Pisaqa ist eine Siedlung, deren Ruinen bezüglich ihrer Abmessungen und Anordnung einen anderen Charakter aufweisen als die anderen Ruinenbezirke. Teilweise wird vermutet, dass es sich um die Wohnungen der Adligen gehandelt hat. Andere vermuten die Reste einer militärischen Garnison. Es wird auch von der Möglichkeit geschrieben, dass es sich um  Lager von Vorräten handelte. Jedenfalls ergibt die Anordnung der Mauerreste als Kreisbogen ungelöste Rätsel.

© Carl Niemann: Die Siedlung Pisaqa



2.6 Der Mirador

Geht man vom Tempelbezirk einige Minuten einen Kleinen Pfad südwärts bergauf, so kommt man auf einen Hügel, von dem man weit in das Land sehen kann. Besonders günstig kann man "von oben" den Tempelbezirk und Pisaqa als Ganzes überblicken. 

© Carl Niemann: Der Mirador



3. Über das Rätselhafte der Ruinen von Pisac

3.1 Die tatsächlich vorhandenen Besonderheiten

Im Zentrum des Tempelbezirkes befindet sich ein rundes Felsplateau mit einer kegelförmigen  Erhöhung, welche aus dem natürlichen Felse heraus gemeißelt ist. Diese Erhöhung wird Intihuatana genannt. Was ein Intihuatana sein soll und welche Funktion er haben soll, können sie im Post  Meine Erkenntnisse über Machu Picchu und dessen Intihuatana  lesen. Inwiefern dieser Intihuatana von Pisac irgendeine Position der Sonne anzeigt wurde noch nicht erforscht. 

© Carl Niemann: Der Intihuatana innerhalb des Tempels



Außerdem gibt es außerhalb der Ummauerung weitere Kegel, die aus dem natürlich gewachsenen Felsen heraus gemeißelt sind. Zu deren Funktion findet man ebenfalls bisher keine Erklärung.

© Carl Niemann: Die Intihuatana außerhalb des Tempels




Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass der Grundriss der Siedlung Pisaqa unterhalb des Mirador dem Sektor eines Kreisringes (siehe Foto unter 2.5) entspricht mit zentral gerichteten Zwischenmauern. Wie kann das Alles zusammenpassen?


3.2 Eine astronomische Interpretation der Besonderheiten 

3.2.1 Ausgangssituation

Wenn man akzeptiert, dass die Grundrisse der gesamte Anlage und die  behauenen Felsen bereits vor 11.500 Jahren existierten als sich der geografische Nordpol noch in Grönland befand und der Kontinent Südamerika 14° entgegen den Uhrzeigersinn gedreht war, dann passen die Besonderheiten zu einem Ganzen zusammen, wie im Folgenden gezeigt wird. Dabei ist davon auszugehen, dass Pisac auf 4° nördlicher Breite lag und die geografische Nordrichtung mit dem rezenten Azimut von 21° anzunehmen ist.

3.2.2 Der Tempelbezirk

Stellte man also vor 11.500 Jahren zum Beispiel einen Baumstamm mit einem passenden Loch senkrecht auf den mit Inti 1 benannten Kegelstumpf (oder auch ohne Baumstamm), dann wäre dessen Schatten von morgens bis abends um den Inti 1 herum unterschiedliche Wege gelaufen, je nachdem, ob man den Schattenlauf  zur Wintersonnenwende, zur Tagundnachtgleiche oder zur Sommersonnenwende beobachtet hätte. Das Gleiche gilt  für den Inti 2. Vielleicht war es auch so, dass der eine Inti für den Schattenlauf der Wintersonnenwende benutzt wurde und der andere für die Sommersonnenwende. Andererseits könnte ein Inti als Anzeiger  für den Tageslauf (Sonnenuhr) benutzt worden sein. Es ist auch nicht auszuschließen, dass ein Inti der Mondbeobachtung diente.



© Carl Niemann: Lauf des Schattens zur Wintersonnenwende





© Carl Niemann: Lauf des Schatten zur Sommersonnenwende



© Carl Niemann: Der Schatten zur Tagundnachtgleiche


Außerdem sind Inti 1 und Inti 2 so platziert, dass eine gedachte Verbindungslinie beider Inti  die Nord-Süd-Richtung mit dem Azimut von 21° repräsentiert. Interessanterweise führt die Linie in der Verlängerung nach Norden genau zum Eingang Ost und in Verlängerung nach Süden zum Gipfelgrat des Mirador. 
Aber was hat es mit dem Inti 3 auf sich? Der Inti 3 ist im Gegensatz du den anderen Inti horizontal angeordnet und zwar auf einer am Felsen geglätteten, fast senkrechten Fläche. Der Inti 3 befindet sich rechtwinklig auf dieser Fläche und zeigte vor 11.500 Jahren mit einem Azimut von 111° nach Osten . Was hätte das genützt? Ganz einfach, man konnte mit geeigneter Markierung (Farbe?) und dem Schatten des Inti auf der Fläche den Jahreslauf darstellen und ablesen, mindestens aber die Zeiten der Sonnenwenden, der Tagundnachtgleiche sowie die Himmelsrichtungen.


3.2.3 Pisaqa

Verbindet man die Endpunkte des inneren Bogens des Kreissektors  der Ruinen von Pisaqa mit einer gedachten Linie, dann zeigt diese Linie das Azimut von 21° Grad an - der geografischen Nordrichtung vor 11.500 Jahren, ebenso wie die gedachte Linie, die vom Inti 1 über den Gebirgskamm des Mirador führt. Stand man vor 11.500 Jahren in der Mitte von Pisaqa und blickte nach dem prähistorischen Westen (Azimut 291°), dann konnte man zum Äquinoktium die Sonne hinter dem Mirador untergehen sehen.

© Carl Niemann: geografischen Nordrichtung vor 11.500 Jahren


Damit hätte man von den Endpunkten des inneren Bogens aus über den Inti 4 die Sonne zu den Sonnenwenden und zur Tagundnachtgleiche über den Mirador untergehen sehen können.

Zweckmäßigerweise hätte man zur Erleichterung einer genauen Peilung einen Inti 4 an geeigneter Stelle innerhalb des roten Kreises auf folgendem Foto einrichten können. Vielleicht ergeben eines Tages Ausgrabungen an dieser Stelle Hinweise auf einen Inti 4 oder Ähnliches.

© Carl Niemann: Hier sollte in Pisaqa gegraben werden



Diese astronomische Interpretation ist das Resultat zweier Besichtigungen vor Ort und der Auswertung von diversen Fotomaterial. Für eine Überprüfung der tatsächlichen Gegebenheiten ist eine weitere Ortsbegehung zu gegebener Zeit erforderlich.


02.01.2021

Qatna - große Stadt aus dem 3. Jahrtausend v. unserer Zeitrechnung

Das internationale Grabungsprojekt „Qatna“ in Tall Mišrife, 200 km nördlich von Damaskus hat zum Ziel, den königlichen Palast neu zu untersuchen. Im Internet  kann man dazu viele Details erfahren, zum Beispiel:   Qatna - The project . Was man nicht explizit erfahren kann, ist eine Besonderheit.

Der Grundriss des ausgegrabenen Königspalastes

zeigt, dass dieser aus irgendwelchen Gründen nicht nach Norden (dem rezenten) ausgerichtet wurde, sondern nach dem Azimut von 353°. Das zwingt zu zwei Schlussfolgerungen. Zum einen könnte der Palast zu einer Zeit gebaut worden sein, als die Nordrichtung eine andere war als gegenwärtig. Zum anderen könnte der Palast erst später errichtet worden sein, allerdings auf früheren Fundamenten, die aus der Zeit stammen als die Nordrichtung eine andere war als gegenwärtig. 
Auffällig ist, dass sich Qatna am Rande der arabischen Kontinentalplatte befindet und zwar auf der Seite, wo die afrikanische und anatolische Platte angrenzen. Aus dem Bewegungsrichtungen dieser Platten resultiert, dass die arabische Platte mit Qatna vor 12.000 Jahren (vor der Krustenverschiebung durch einen Komet) vier bis fünf Grad entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht war. Damit waren damals Qatna oder deren Fundamente nach dem Azimut von 338,5° ausgerichtet.
Das ist genau die Richtung zum Grönlandnorden .

© Atlas, Berlin 1958: Qatna am Rande der arabischen Kontinentalplatte





08.12.2020

Der Jahreswechsel mit Machupicchu

Sie werden fragen, was Machupicchu mit dem Jahreswechsel zu tun habe. 

Die Antwort ist einfach: 
Auf der höchsten Stelle von Machupicchu befindet sich eine Sukanqa oder ein Intiwatana (oder Intihuatana) und diese Steinsäule diente zum Zählen des jährlichen Erscheinens der Sonne an derselben Stelle am Firmament also zum Feststellen des Jahreswechsels, allerdings zur Zeit als sich der geografische Nordpol noch in Grönland befand.

© Carl Niemann: Wintersonnenwende in Machu Picchu



Erwin Salazar Garcés, der astronomische Direktor des Cuscoer Planetariums schreibt zum Intiwatana (ASTRONOMIA INKA, LIMA 2014, ISBN 978-612-45950-4-2):

In allen großen Zeremonienzentren und Städten von Tawantinsuyu (= das Reich der Inka) gab es Sukanqas (=Steinsäulen), mit denen Beobachtungen und rituelle Zeremonien für den Sonnengott durchgeführt wurden. Nur eine von ihnen befindet sich in ihrem ursprünglichen Zustand und wurde durch den Prozess namens "Ausrottung der Götzendiener" nicht zerstört. Es ist der sogenannte "Intiwatana" von Machupicchu. Wenn man im Internet das Wort “Intiwatana“ sucht oder einen uninformierten Führer fragt, wird man von beiden dezidiert gesagt bekommen, das Wort bedeute „die Stelle, wo man die Sonne anbindet“, einfach weil diese Erklärung eine sehr leichte und allgemeinverständliche Schlussfolgerung darstellt.

Aber welche Bedeutung hat dieses Wort wirklich? „Intiwatana“ stammt von zwei Komponenten ab: Inti = Sonne, wata = Jahr und die Komplettierung mit dem Suffix na zeigt eine Möglichkeitsform an. Mit diesem Modus wird watana zu einem Ausdruck der „anualizacion“ (= jährliche Wiederkehr des Endes oder Ende eines Zyklus, einer Epoche). Aber „watana“ mit anbinden zu übersetzen ist demzufolge falsch. Kann man an die Sonne „anbinden“? Könnte sich ein einfacher Sterblicher trauen, eine Gottheit anzubinden? Weder symbolisch noch metaphorisch kann solch eine Sache akzeptiert werden.

Das Wort "Intiwatana" tauchte erst im neunzehnten Jahrhundert auf, als 1856 Clements Markham einen großen Felsen beschrieb, welcher sich oberhalb von Ollantaytambo befindet. 1877 wiederholte George Squier die Bezeichnung „Intiwatana“ in seinen Texten über die Benennung der Sukanqas. Schließlich wurde es populär, als Bingham sein berühmtes Buch veröffentlichte. Kein Chronist nahm Bezug auf die Bezeichnung „Intiwatana“, daher schlussfolgerte man, dass das eine Quechua - Wortschöpfung ist, ein Wort, das nachträglich aufgenommen wurde und andere ersetzt, welche diese Steinartefakte repräsentieren, diese Sukanqas oder steinerne Gnomone, die zur Beobachtung der verschiedenen Sonnenpositionen bestimmt waren.

Die Archäoastromie konnte bisher noch nicht mit Präzision die astronomische Funktion des „Intiwatana“ von Machu Picchu erklären. Für die Projektion des Schattens, welchen die Sonne während den Wenden und den Tag- und Nachtgleichen machen würde, gibt es keine Mauern oder Stellen in seiner Umgebung wo er sich abbilden müsste, weder Markierungen, Punkte, Fenster, Steine oder irgendetwas was als Bezug dienen könnte. Mit dem „Intihuatana“ von Machu Picchu sind wahrscheinlich einige Details gerettet, die uns der Astronomie näherbringen, aber es ist noch nichts entdeckt worden. Das ist eine ungelöste Aufgabe

siehe auch: Erkenntnisse über Machu Picchu 

Dennoch bleibt die Frage zu klären, warum der Intihuatana in Längsrichtung gerade mit dem Azimut von 135,4° aufgestellt worden ist. 

Dafür gab es bisher noch keine Antwort. Aber mit dem Grönland-Norden, dem Azimut von 21,7° und unter Beachtung dessen, dass Machupicchu auf 7,3° nördlicher Breite lag, ergeben sich die Azimute 66,3° für den Aufgang der Sonne zur Sommersonnenwende und 113,7° für den Aufgang der Sonne zur Wintersonnenwende. Wenn die Azimute 21,7° und 113,7° summiert werden erhält man 135,4°, das Azimut für die rezente Längsrichtung des Intihuatana. Damit wird klar, dass die Funktion des Intihuatana darin bestand, dass er ursprünglich die Richtung des Sonnenaufganges zur Wintersonnenwende anzeigte (siehe folgendes Bild). So konnte der Tag der Wintersonnenwende beziehungsweise des Jahreswechsels festgestellt werden.

© Carl Niemann: Die Lage des Intihuatana von Machu Picchu





18.10.2020

Aus dem Buch „Grönlandnorden“ (Vorwort, Zusammenfassung, Schlusswort)

Vorwort im Buch „Grönlandnorden Über die Verschiebung der Erdkruste

Das gesamte Universum unterliegt einem ewigen Zyklus von Werden, Sein und Vergehen und damit auch alles, was in ihm ist. Selig sind die Menschen, die im Sein, in der Gegenwart leben. Ihr Ruckblick umfasst vielleicht gerade das eigene Leben. Ihnen ist nicht bewusst, wie anders das Leben früher war, welche Notwendigkeiten und Möglichkeiten die Zukunft bestimmen. Für diese Menschen wurde das Buch nicht geschrieben. Es wurde für die geschrieben, die sich Gedanken um die Zukunft machen. Zwar existiert unsere Zukunft bereits, aber in unzähligen Variationen. Welche Variation wird unser Leben bestimmen, und wie kann man welche Variation beeinflussen? Um das zu erkennen und klügere Entscheidungen als frühere oder neue Entscheidungen zu treffen, bedarf es der Sammlung von Erinnerungen, von Erfahrungen und begangenen Fehlern. Altes und neues Wissen richtig erkannt und angewendet, schafft die Möglichkeit, neue Wege für die uns am besten geeignete Zukunftsvariation zu finden. So gesehen sollte auch die Auseinandersetzung mit Impaktstrukturen, ihren Entstehungsprozessen und ihren Folgen nicht nur für Wissenschaftler von Interesse sein, sondern für die gesamte Gesellschaft und jeden Einzelnen. Laut der Abteilung Impaktforschung der Universität Wien besteht für das nächste Jahrhundert eine Wahrscheinlichkeit von 1:10.000, dass ein größerer Asteroid oder Komet mit der Erde kollidieren, die Ökosphäre stark zerstören und einen großen Prozentsatz der Bevölkerung vernichten kann. Nicht ohne Grund beschäftigen sich die Weltraumorganisationen in aller Welt – wie die NASA (USA), die ESA (Europa), die ROSKOSMOS (Russland), die CNSA (China) und über 30 weitere – mit der Suche nach bedrohlichen Himmelskörpern und deren Abwehr. Selbst relativ kleine Asteroiden oder Kometen können verheerende Folgen haben, wie die Menschheit bereits erfahren hat.

 

Zusammenfassung

Unter Krustenwanderung, Krustenverschiebung oder Krustendrehung soll hier die Bewegung der Erdkruste relativ zu ihrer Unterlage, also die Bewegung der Kruste in Bezug auf die Achse verstanden werden. Geophysikalische Erkenntnisse wie die Mohorovičić-Diskontinuität als Gleitschicht sowie der Zusammenhang zwischen Erdbebenwellen und Viskositätsverteilung in den verschiedenen Tiefen verdeutlichen die grundsätzliche Möglichkeit einer Krustenverschiebung. Dass tatsachlich die Kruste verschoben wurde, ist daran zu erkennen, dass das Zentrum der Vereisung der letzten Kaltzeit in Mittelgrönland lag und Ostsibirien sowie Südalaska eisfrei waren. Auch das gehäufte Vorkommen und die massenhafte Verwendung der Spondylus in Peru zeigen an, dass sich der Äquator früher dort befand, wo die Muscheln natürlicherweise vorkamen, nämlich in Peru. Die schockgefrosteten Mammute in Ostsibirien und Alaska sowie die Bohrproben aus dem Grönlandeis, die eine Temperaturdifferenz von 20 Grad Celsius in kurzer Zeit dokumentieren, zeigen, dass es sich um eine in geologischen Zeitraumen betrachtet plötzliche Verschiebung gehandelt haben muss. Diese Plötzlichkeit beinhaltete eine Zeitdauer von maximal einem Tag und einer Nacht, wie es sich auch aus den Überlieferungen von Herodot, Platon und der Bibel ergibt. Es muss einen tangentialen Impuls von außen auf die Kruste in Form eines Asteroideneinschlages gegeben haben. Dieser Asteroid muss ein Komet gewesen sein, weil er bereits in der Atmosphäre explodierte, wie es von anderen Kometen bekannt ist, und weil von al-Maqrīzī überliefert ist, dass zuerst die Sintflut gekommen sei, also die Koma eines Kometen gewirkt haben muss. Dieser Komet verschob infolge der Massenträgheit des Erdinneren die gesamte Erdkruste von der Karibik aus in südliche Richtung. Das konnte geschehen, weil der dafür erforderliche Impuls durch die Summe folgender Wirkungen ein gewaltiger war:

1. Einschlag der verschieden großen Bruchstucke eines Kometen in den Atlantik, der wie bei Kometen üblich bereits in der Atmosphäre auseinanderbrach;

2. unterkrustische Explosion der größten Bruchstucke des Kometen, welche die nur 8 bis 10 Kilometer dicke Kruste nördlich des Puerto-Rico-Grabens durchschlugen;

3. Ausbruch von Lava, die vom Magma des oberen Mantels gespeist wurde, aus den Einschlagkanälen und aus den aufgerissenen Kontinentalplattengrenzen;

4. atmosphärische Knallgasexplosion infolge der thermischen Dissoziation des Atlantikwassers mit dem Magma.

Der Ort der Katastrophe ist südöstlich von South Carolina im Atlantik zu suchen. Aus den Kratern des Kraterfeldes in South Carolina lassen sich die Anflugrichtung mit dem Azimut von 135° und der Einschlagwinkel von 36° bestimmen. Außerdem existieren im angenommenen Einschlaggebiet zwei Tiefseelocher mit den Koordinaten 22°35,5' N, 61°33,5' W und 24°54,6' N, 61°55,7' W, eine größere Delle (nach der Potsdamer Kartoffel“) am Meeresboden nördlich vom Puerto-Rico-Graben, die riesige, magmatische Basaltplatte in der Karibik sowie eine der größten Beulen der Erdkruste gegenüber dem Einschlaggebiet (ebenfalls nach der Potsdamer Kartoffel). Nach Platon, al-Maqrīzī und dem Planetarium Stellarium muss dieser Kometeneinschlag am 20. Januar 9.402 vor unserer Zeitrechnung passiert sein. Aus den Indizien und Überlieferungen lässt sich folgendes Einschlags- und Verschiebungsszenarium rekonstruieren:

Der Komet kam aus Nordwesten in einer flachen Bahn angeflogen, konnte bereits über dem Gebiet von Illinois explodiert sein, und seine kleinen und großen Trümmer übersäten South Carolina, die Bahamas und den Atlantik. Die zwei größten Brocken durchschlugen die Erdkruste an seiner dünnsten Stelle und hinterließen die bereits genannten Tiefseelocher. Danach explodierten sie im oberen Mantel unterhalb der Kruste. Sie explodierten, weil sie im Wesentlichen aus Wassereis, CO-Eis, Methan, Ammoniak, Silikaten, Nickeleisen und anderem bestanden, welches plötzlich von bis zu 2.500 °C heißem Magma umschlossen wurde. Der Einschlag der vielen kleinen Trümmer und großen Brocken kann global gesehen als erster Gesamtruck nach Süden auf die Kruste angesehen werden, weil die Zeitunterschiede der einzelnen Einschlage bei einer Fluggeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Sekunde kaum spürbar waren. Die unterkrustische Explosion ergab dann mehrere Minuten später einen zweiten Ruck, woraufhin sich drittens die Kruste so nach und nach, vom Monstervulkan und von der Knallgasexplosion angetrieben, wahrscheinlich mehr oder weniger ruckweise nach Süden verschob. Insgesamt vergingen seit dem Einschlag bis zur Normalisierung 15 bis 20 Stunden. Dieser Zeitraum resultiert auch aus den beschriebenen Überlieferungen. Damit ergeben sich für einen Beobachter in den Gebieten, aus denen die Überlieferungen kommen (Griechenland, Ägypten, Vorderasien) folgende Verhältnisse:

Die Sonne geht auf, der Komet schlägt um Mitternacht (Ortszeit) ein, die Erdkruste macht einen Ruck nach Süden. Infolge der winterlichen Schrägstellung der Erdachse (d. h. der Nordpol befand sich auf der von der Sonne abgewandten der Erdachse (d. h. der Nordpol befand sich auf der von der Sonne abgewandten Seite) verschiebt sich die Dämmerungsgrenze so, dass die Sonne wieder untergeht. Dadurch dass sich die Erde aber gleichmäßig weiterdreht, geht die Sonne ein zweites Mal auf. Kurzzeitig später (beispielsweise etwa 5 Minuten) kommt es zur unterkrustischen Explosion und die Kruste macht den zweiten Ruck nach Süden, sodass die Sonne wegen der Verschiebung der Dämmerungsgrenze ein zweites Mal untergeht. Aber dadurch, dass sich die Erde gleichmäßig weiterdreht, geht die Sonne ein drittes Mal auf. Nun brach der Monstervulkan aus, der letztlich die Verschiebung der Kruste auslöste. Das geschah mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht plötzlich und gleichmäßig, sondern wegen der verschieden tiefen Kontinentalschollen ruckweise mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Scheinbar schob sich deshalb der Sonnenstand in dem Maße der Verschiebung auch immer zurück, sodass die Sonne für den Beobachter stillstand. Wenn dann nach mehr oder weniger 12 Stunden die Sonne unterging, aber die Verschiebung noch andauerte, ging die Sonne kurzzeitig wegen der Verschiebung auch der Abenddämmerung wieder auf, um gleich noch einmal unterzugehen. Demzufolge dauerte die Verschiebung insgesamt mehr als 12 Stunden.

 


 Alles das geschah deshalb, weil der Komet nach al-Maqrīzī etappenweise von seiner ursprünglichen Bahn durch die Planeten Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Merkur sowie von der Erde und dem Mond so abgelenkt wurde, dass er die Erde traf, mit seiner Koma die Sintflut bescherte, in die Erde einschlug, einen Monstervulkan auslöste, die Kruste vom Grönlandnorden wegschob, den südamerikanischen Kontinent im Uhrzeigersinn drehte und die Eiszeit beendete. 

Hierzu passend dichtete Johann Wolfgang von Goethe folgendes (aus: Faust – Der Tragödie Erster Teil):

Raphael:

Die Sonne tönt, nach alter Weise,

In Brudersphären Wettgesang,

Und ihre vorgeschrieb‘ne Reise

Vollendet sie mit Donnergang.

Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,

Wenn keiner Sie ergründen mag;

Die unbegreiflich hohen Werke

Sind herrlich wie am ersten Tag.


Schlusswort im Buch „Grönlandnorden Über die Verschiebung der Erdkruste“

Im Allgemeinen erscheint es unglaublich, dass unsere Vorfahren schon vor 11.500 Jahren nicht nur in Europa, sondern auch an vielen anderen Stellen der Erde Bauten errichteten, deren Überbleibsel bis heute nicht verschwunden sind. Im Besonderen beweisen die teilweise oder sogar vollständig erhaltenen Zeugnisse wie Teotihuacan, Göbekli Tepe, Killarumi oder all die anderen, die im Buch beschriebenen werden, glaubhaft eine über 11.500-jahrige zielgerichtete, intelligente Tätigkeit. Manche unbegreiflich hohen Werke sind heute noch herrlich wie am ersten Tag erhalten, so zum Beispiel der Kalenderstein Killarumi, der uns die vorgeschrieb‘ne Reise der Sonne ergründen lasst. Mit etwas Fantasie kann man denken, der Erzengel Raphael (siehe Zitat von Goethe) habe als Botschafter des Lichtes, der Hoffnung und des Ostens die Anleitung zur Herstellung des Killarumi gegeben, so wie er angeblich auch das Buch mit der Anleitung zum Bau der Arche an Noah gab. Ob er der Nachhall jenes Wissenschaftlers der vorsintflutlichen intelligenten Zivilisation ist, der erkannte, dass die Sonne ihre vorgeschrieb‘ne Reise vollendet mit Donnergang, und dass die Sintflut kommen wurde? Diese Frage lässt sich schwerlich beantworten, aber in den vorangegangenen Kapiteln konnte dargestellt werden, dass es vor der Krustenverschiebung sogenannte Hochzivilisationen auf der gesamten Erde gegeben haben muss, die als kardinalen Norden den Grönlandnorden kannten und die den Einschlag des Kometen erlebten, überlebten oder auch nicht, einschließlich der in diesem Buch nicht beschriebenen Impaktfolgen. Im Ergebnis dessen wurde die bis dahin hochkultivierte Menschheit in die Steinzeit zurückgeworfen. Denn die materiellen Errungenschaften waren weitgehend zerstört und die geistigen gerieten durch die Sorge um das tägliche Überleben in Vergessenheit. Es dauerte Jahrtausende, bis sich Folgekulturen als neue Hochkulturen entwickelten, wie zum Beispiel die in Sumer, Babylon, Ägypten, Elam, Indien, China, Guatemala und Peru. Weiterhin entstanden damals verschiedene neue Erdformationen wie Wüsten und Lössgebiete, das Basaltplateau oder Dellen und Beulen in der Oberflache, die bisher nicht als Impaktfolgen betrachtet wurden und deren Datierung fraglich ist. Kurzum, das Buch zeigt einerseits die Lösung scheinbar mysteriöser Rätsel der Menschheit und andererseits soll es die etablierte Wissenschaft anregen, die Datierung von gesellschaftlichen Kulturen und geologischen Strukturen sowie die Mechanismen der Bewegung der Kontinente und der Impakte zu überdenken. Außerdem haben die Recherchen zum Buch ergeben, dass ein großer Nachholbedarf hinsichtlich der genauen Untersuchung astronomischer Beziehungen sowie der präzisen Vermessung prähistorischer Stätten besteht. Abschließend ist noch festzustellen, dass das Datum 20.01.9402 v. u. Z. dem derzeitigen Erkenntnisstand entspricht. Insbesondere die Archäologen und Astronomen werden dieses Datum anzweifeln. Aber sie können oder müssen erst ein besseres finden.

16.10.2020

Pedra Furada - 800 archäologischen Stätten in Brasilien

 Pedra Furada ist eine bedeutende Sammlung von über 800 archäologischen Stätten im brasilianischen Bundesstaat Piaua. 

Die folgenden  Informationen zu Pedra Furada und andere finden Sie auch im Internet:

Dazu gehören Hunderte von Felsmalereien aus der Zeit vor 12.000 Jahren. Noch wichtiger ist, dass Holzkohle aus sehr alten Bränden und Steinscherben, die als Werkzeuge interpretiert werden können, die an der Stelle gefunden wurden, von 48.000 bis 32.000 Jahre vor der Gegenwart datiert wurde, was auf die Möglichkeit einer menschlichen Präsenz Zehntausende von Jahren vor der Ankunft der Clovis in Nordamerika hindeutet. Im Sommer 2016 begann Markus Reindel, ein deutscher Altamerikanist seine eigenen Forschungen in der Serra da Capivara. Er will erfahren, warum die ersten Amerikaner sich gerade hier niedergelassen hatten. Und vor allem: Warum sie offenbar ohne Nachkommen wieder von der Bildfläche verschwunden sind.

Aus Alledem geht hervor, dass es sich bei den Bewohnern von Pedra Furada jedenfalls um eine Zivilisation handelt, die vor dem Ende der letzten Kaltzeit, also vor 12000 Jahren existierte. 

Mit der Sichtweise, dass sich zu dieser Zeit der geografische Nordpol in der Mitte von Westgrönland befand und der gesamte südamerikanische Kontinent um +/- 14° entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht war, lassen sich folgende Antworten für die von den Archäologen aufgeworfenen Fragen ableiten.

Wenn man die verdrehte Lage von Südamerika bedenkt, dann betrug die Entfernung zwischen der Küste vor Pedra Furada bis zur afrikanischen Küste nur 2000 Kilometer.

 

© Atlas, Berlin 1958: Afrika und Südamerika


Für die Seefahrer der Westsahara wäre es ohne Schwierigkeiten möglich gewesen, mit Booten nach Südamerika zu gelangen. Sie brauchten sich nur vom Nord-Ost-Passat treiben zu lassen. Bei einer mittleren Reisegeschwindigkeit von 3 Knoten (= 5,56 Km/Stunde) wären sie bereits nach 15 Tagen in Amerika angekommen. Entweder sind sie in Afrika von anderen Stämmen vertrieben worden oder die klimatischen Verhältnisse waren schlecht geworden oder sie wollten einfach nur expandieren. Jedenfalls konnten sie so in Südamerika ein zum Leben angenehmes Gebiet besiedeln, welches sich damals auf 18° nördlicher Breite befand. Zur damaligen Zeit gab es dort wahrscheinlich eine Vegetation wie heute in Guatemala.

So lebten sie zufrieden und verewigten sich mit Felsmalereien bis zu der Zeit als vor 11400 Jahren der Komet in der Karibik einschlug, die gesamte Erdkruste verschob und zusätzlich den südamerikanischen Kontinent verdrehte. Abgesehen davon, dass es durch die Impaktfolgen kaum Überlebende geben konnte, befand sich dieses Siedlungsgebiet innerhalb eines Tages und einer Nacht auf 9° südlicher Breite und wurde zum Trockenbuschwald, eine tödliche Gegend für Fauna und Flora. Sollte es noch Überlebende gegeben haben, waren diese nun dem Hungertod geweiht. Auf diese Weise verschwanden sie ohne Nachkommen wieder von der Bildfläche